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Aktuelles der Burgthanner Grünen

Tödliche Bedrohung durch Radioaktivität

Schwarz-Gelb hat die Wahl gewonnen, jedoch nicht wegen der Forderung nach Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerken, sondern trotzdem. Laut Umfrage wollen viele CDU-, CSU-, und FDP-WählerInnen am Atomausstieg festhalten. Für die Opposition war und ist dies eine Kernforderung. Die neue Regierung fordert gesellschaftliche Konflikte heraus, wenn sie auf AKW-Laufzeitverlängerungen setzt.

Frau Merkel sprach in der Wahlkampfarena von 10 bis 15 Jahren Laufzeitverlängerung, das würde bedeuten, im Vergleich zum heutigen Stand, würde sich der Atommüll mehr als verdoppeln. In der Asse lagern 126.000 Fässer Atomabfall. Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bedeutet die 1900fache Radioaktivitätsmenge wie in der Asse gelagert wird oder anders gerechnet: jeden Tag entsteht der Abfall von ca. 5 x Asse.

Kein einziges der  17 Atomkraftwerke in Deutschland ist sicherheitstechnisch auf dem Stand, den das Bundesverfassungsgericht fordert. Je länger ein AKW in Betrieb ist, desto unsicherer wird es. Rohre werden spröde, Steuerungen versagen, Risse wachsen, Metalle korrodieren, Ventile und Pumpen fallen aus. Bei den meldepflichtigen Störfällen hatten einige das Potenzial, einen schweren Unfall auszulösen. Dass es bisher in Deutschland noch zu keinem Super-GAU  kam, war oft nur Zufall oder Glück.

Eine Aktion während der Koalitionsverhandlungen in Berlin, wird das längste Anti-AKW-Transparent der Welt sein. Koordiniert wird diese Aktion von der parteineutralen Organisation .ausgestrahlt.  Die Burgthanner Grünen tragen dazu einen Teil bei, mit einem Transparent: „Der falsche Weg - 1.000.000 Jahre Todesbedrohung". Wer Anti-Atom-Aktionen unterstützen möchte, kann sich gerne bei den Burgthanner Grünen melden oder sich bei www.ausgestrahlt.de informieren. Persönlich kann jeder den Atomkonzernen den Stecker ziehen und seinen privaten Atomausstieg machen, in dem er zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt. Mehr Infos dazu unter www.atomausstieg-selber-machen.de

 

Mit den Grünen durch das grüne Burgthann

Von Oberferrieden aus, ging es über Feldweg und Pfad, über eine Holzbrücke durch die Unterführung nach Bachmühle und vorbei an idyllischen Weihern zum Naturschutzgebiet Heinleinshof. Hier der Abstieg zum Fledenbach, mit einem gewagten Sprung die Überquerung und wieder steil hoch zum neu markierten Wanderweg gelb1.

Ab Bahnhof Burgthann führte Margarete Becker kreuz und quer auf sandigen Pfaden zum Skaterplatz. Auf einem breiten Waldweg ging es dann abwärts ins Schwarzachtal. Über Wiesenwege, und verwachsene Pfade erreichten wir wieder Burgthann. Bis Pretalmühle folgten wir der Schwarzach, die mit überhängendem Bewuchs, mal still, mal sprudelnd, in ihren Bann zog. Nach dem Anstieg zur Dörlbacher Au genossen wir die sonnendurchfluteten Wiesen bis Peunting. Die letzte Etappe führte in die Höhlen am Dillberg und schließlich über die Wiesen und Äcker von Ezelsdorf zurück zum Ausgangspunkt. Mit vielen Szenenwechseln wurden die Wanderer bei Tour durch das grüne Burgthann überrascht. Bei so vielen Stunden gemeinsamer Wanderung wurde natürlich auch die Zeit genutzt, um sich über aktuelle Politik und grüne Standpunkt dazu zu unterhalten.

 

Atommüll und Restrisiko

Beim „Plausch der Burgthanner Grünen" berichtete diesmal Gemeinderätin Margarete Becker von Ihren Eindrücken bei der Großdemo in Berlin am 5.9.

Aufgerufen hatten hierzu viele Organisatoren, wie die Wendland Bauern, Vereinigungen um einzelne Atomkraftwerken, Greenpeace, Bund Naturschutz und viele mehr, aber auch Parteien.

Nachdem mit einer schwarz-gelben Mehrheit bei der Bundestagswahl die Restlaufzeiten der Atommeiler verlängert werden sollen und damit sich das Restrisiko erhöht und die Atommüllmenge steigt, war für mich klar, dass ich Farbe bekennen will und als „Grüne" nach Berlin fahre. Meine Tochter ist unmittelbar nach Tschernobyl geboren, damals hatte ich nicht die Möglichkeit an Demostationen teilzunehmen doch diesmal wollte ich dabei sein, so Frau Becker.

Ab Nürnberg fuhren 2 Busse und dort gab es schon bekannte Gesichter von der Schwarzenbrucker Agenda. Von Kindern bis Rentner war alles vertreten. Angekommen am Berliner Hauptbahnhof stockte erst mal der Atem. Ein Meer von Fahnen, Luftballons und Transparenten. 50 000 Demonstranten wurde

geschätzt und 350 Traktoren und Sonderfahrzeuge. Friedlich ging es durch die Straßen. Viele handgeschriebene Plakate, Menschen in Strahlenschutzanzügen, ein Sarg mit dem Datum des Gaus von Tschernobyl, schwarz-gelbe Atomfässer, von Greenpeace ein trojanisches Pferd.

Vorbei an den Regierungsgebäuden führte der Weg zum Brandenburger Tor. Dort war eine Bühne aufgebaut. Viele Interessensgruppen kamen zu Wort. Ein Bauer äußerte, dass die Traktoren jetzt eigentlich bei der Kartoffelernte gebraucht würden, aber die Atommüllendlagerung in den Salzstöcken sei für Ihn bzw. seine Nachkommen so bedrohlich, dass er hofft durch Protestaktionen ein politisch Umdenken zu erreichen. Jetzt sollen anderen Endlagerstätten für hochradioaktiven Müll untersucht werden, unter anderem auch einige in Bayern.

Vom finnischen Reaktor, der neu gebaut wird, wurde berichtet, dass er von der Bayerischen Landesbank eine Milliarden Kredit bekommen hat und fraglich ist, ob diese Steuergelder je zurückfliesen. „Mit strukturierten Produkten bieten wir Ihnen eine breite Palette von zeitgemäßen Anlagealternativen" so lautet ein Werbeslogan der Bayern LB. Gleichzeitig hat die Landesbank 10 Mrd. € Verluste angehäuft, wie der Münchner Merkur kürzlich berichtet hat. Es ist kein Wunder, dass die Bayern LB diese hohen Verluste macht, wenn sie in solche unwirtschaftliche und unzeitgemäße Projekte wie Atomkraftwerke investiert.

Die ganze Demonstration machte deutlich, dass die Atomenergie als Bedrohung gesehen wird. Sei es wegen der Umweltzerstörung beim Uran Abbau, den vielen Zwischenfälle im Betrieb, der erhöhten Kinderkrebsrate um die Meiler, der Terrorgefahr, die Gefahr beim Castortransport und ganz wesentlich die Frage wohin mit dem Müll, der Hunderttausende von Jahren strahlt. Die Menschen haben deutlich gemacht wir wollen keine Atomenergie und je schneller der Ausstieg zum so besser und auf gar keinen Fall die Laufzeiten verlängern. Wir können das schaffen, mit Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien.

Der Atomausstieg steht schon in der Geburtsurkunde der „Grünen". Mittlerweile hat man sich mit allen Politikfeldern befasst, auseinandergesetzt und Lösungsmöglichkeiten dargelegt, aber immer vor dem Hintergrund: Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.

Gentechnikfreies Burgthann?

Zum Plausch ins Grüne hatte die Ortsgruppe Burgthann von Bündnis90/Die Grünen am vergangenen Mittwoch eingeladen. Als Thema hatte man sich die Gentechnik vorgenommen und stellte zunächst fest, wie es sich im Landkreis Nürnberger Land darstellt. Erfreulicherweise hat sich nach Aktivitäten vom Bund Naturschutz, den Grünen und anderen Aktiven, der Bauernverband dazu entschlossen, im Landkreis kein gentechnisch verändertes Saatgut auszubringen. Doch wie schaut es im Futtertrog aus?

Der Anbau von gentechnisch veränderten Sojabohnen und Gen-Mais ist in Amerika stark verbreitet. Diese kommen als Futtermittel nach Europa, daneben werden Zusatzstoffe für Lebensmittel gentechnisch hergestellt. Daher gibt es Gen-Spuren auch in deutschen Lebensmitteln. Die Verbraucher möchten mehrheitlich keine gentechnisch veränderten Produkte. Oft ist es jedoch schwierig die entsprechende Information zu bekommen.

Auch sind wir nicht vor Kontamination des Saatgutes gesichert, wenn in der Umgebung, in Bayern, in Deutschland ..... gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht wird. Bei einer Maissorte MON 810 wurde nach vielen Protesten der Gentechnikgegnern von der Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Aigner die Aussaat untersagt, aber gleich mit der Einschränkung, dass dies nur für diesen Einzelfall gilt. Mittlerweile sind zwei weitere gentechnisch veränderte Maissorten zur Aussaatfreigabe beantragt.

Die Genkartoffel Amflora ist genehmigt, obwohl Sie eine Markersequenz (ein Marker-Gen) enthält, das  Mensch und Tier gegen Antibiotika resistent macht. Dies ist  eigentlich von der EU untersagt.

Wem nutzt die Gentechnik?

Den Großkonzernen, die das Patent auf das Saatgut haben und auch gleich die Herbizide mitverkaufen. Sie schaffen Abhängigkeit und verdienen damit Milliarden.

Wem schadet die Gentechnik?

Der Umwelt, den Tieren und den Menschen!

z. B. beim Raps wurde ein Gen eingeschleust, das resistent macht gegen das Herbizid Round up. Zunächst konnte man gegen Unkräuter spritzen und nur der Raps überlebte, in den Folgejahren konnte die Spritzmenge reduziert werden, doch einige Unkräuter entwickelten sich nun zu Superunkräutern. Trotz Steigerung der Spritzmenge waren sie nicht mehr „totzukriegen", deshalb müssen auch alte Spritzmittel wieder eingesetzt werden.  Die Krebsrate in den betroffenen kanadischen Gebieten hat sich vervielfacht.

 

Mais wurde so verändert, dass ein Gift gegen den Maiszünsler produziert wird und zwar in der ganzen Pflanze. Davon sind jedoch auch andere Insekten betroffen und in Folge ebenso die Frösche. In den betroffenen Anbaugebieten haben sich mittlerweile Fliegen die Krankheiten auf Menschen übertragen stark vermehrt, dadurch gibt es sogar Tote (natürliche Feinde der Fliegen wären die Frösche).

Es gibt weitere Beispiele und vieles ist unerforscht.

Die Bedingungen im Labor sind nicht die Gleichen, wie bei einer Freisetzung ins Freiland. Bienen, Wind und Fahrzeugen halten sich nicht an Sicherheitsabstände und kontaminieren konventionell oder biologisch erzeugte Lebensmittel. Stellen wir uns entschieden den Großkonzernen entgegen, mit gezieltem Einkauf, Protestaktionen, Infoweitergabe im Bekanntenkreis, immer wieder nachfragen und politischen Druck.

Beim nächsten Plausch im Grünen wird das Schwerpunktthema die Atompolitik sein. Ebenso wie die Gentechnik ein zukunftsrelevantes Thema.

Unser Ortsvorstand

Barbara Ferentzi

Rübleinshofstr. 20 a
90559 Burgthann

Tel: 09183/75 20
Fax 09183/26 8

Margarete Becker


Ringstraße 55
90559 Burgthann
Tel. 09183/1811
ramabecker (at) gmx.de

Markus Meyer

Bergstr. 49

90559 Burgthann

Tel. 01711562395

Unsere Gemeinderäte

Margarete Becker
Ringstraße 55
90559 Burgthann
Tel. 09183/1811
ramabecker (at) gmx.de

Norbert Behr, Gemeinderat

Kanalweg 19
90559 Burgthann

Tel: 09183/26 6
Fax: 09183/26 8

Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
SCHWARZ-GELBEN ATOMPUTSCH VERHINDERN! SCHREIB DEINEM ABGEORDNETEN!
Meine Kampagne: GENKARTOFFEL? KOMMT NICHT IN DIE TÜTE!

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